{"id":426,"date":"2022-09-13T13:11:16","date_gmt":"2022-09-13T13:11:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/?page_id=426"},"modified":"2025-03-18T05:59:04","modified_gmt":"2025-03-18T05:59:04","slug":"hintergrundinformationen-grenzstein-refugium","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/hintergrundinformationen-grenzstein-refugium\/","title":{"rendered":"Ammerbucher Grenzstein Refugium"},"content":{"rendered":"\n<p>Hier finden Sie erg\u00e4nzende Informationen zum im Fr\u00fchjahr 2022 gegr\u00fcndeten &#8222;<a href=\"https:\/\/www.ammerbuch.de\/kultur-freizeit\/sehenswuerdigkeiten\/grenzstein-refugium\" title=\"\">Ammerbucher Grenzstein Refugium<\/a>&#8220; (AGR) und der <a href=\"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Grenzstein-Refugium-scaled.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Infotafel<\/a> dort. Bei der Anfahrt hilft <a href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/place\/Grenzstein+Refugium+Ammerbuch\/@48.5486875,8.9598125,15z\/data=!4m5!3m4!1s0x0:0x58bf72c06f552cf7!8m2!3d48.5486875!4d8.9598125\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Google Maps<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/escience-center.uni-tuebingen.de\/escience\/sprachatlas\/karten\/pdf_quer\/3-54_Grenzstein_Q.pdf\" title=\"\">Grenz-, Bann-, Lachen-, Ziel-, Setz-, oder Marksteine<\/a> sind historische, amtliche Grenzmarkierungen (hier die <a href=\"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/einmal-rund-um-den-flecken-die-ammerbucher-gemarkungsgrenzen-erwandern\/\" title=\"\">Ammerbucher Gemarkungsgrenzen<\/a> zum Erwandern), deren \u00e4lteste Exemplare in Baden-W\u00fcrttemberg aus dem 15. Jahrhundert stammen k\u00f6nnen. Durch die exakte Vermessung der Gemeinde- und Grundst\u00fccksgrenzen im 19. Jahrhundert und deren heutige digitale Erfassung sowie Grenzver\u00e4nderungen haben diese teilweise ihre fr\u00fchere Funktion verloren. Sie sind aber immer noch Rechtswahrzeichen und Kleindenkmale, jahrhundertalte Zeitzeugen und historische sowie kunsthandwerkliche Kleinode, die nicht verloren gehen sollten und deren unerlaubte Entfernung von ihrem Standort oder Zerst\u00f6rung <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__274.html\" title=\"\">strafbar<\/a> sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie zeigen oft ihr Aufstelljahr, eine Nummerierung, auf der Oberseite eine Grenzverlaufslinie (\u201eKrinne\u201c) und Zeichen f\u00fcr die Grenzanlieger (Wappen, Herrschaftssymbole, Buchstaben, Fleckenzeichen). Die Ausmalung im Refugium ist nicht historisch und dient nur der Veranschaulichung. Die Inschriften der Steine wurden auch f\u00fcr das auf Ammerbuch fokussierte &#8222;<a href=\"https:\/\/digital-humanities.uni-tuebingen.de\/ida\/projekt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">Inschriften-Projekt<\/a>&#8220; der Uni T\u00fcbingen erfasst. In Ammerbuch gab es sch\u00e4tzungsweise mehrere hundert Grenzsteine, allein f\u00fcr Entringen und Poltringen wurden im 18. Jahrhundert etwa je 140 um Gemarkung und Wald dokumentiert. <\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher wurden die einzelnen Grenzsteine mit Aussehen und Standort in regelm\u00e4\u00dfigen Grenzbeschreibungen und durch j\u00e4hrliche Kontrollg\u00e4nge der sogenannten \u201eUnterg\u00e4nger \/ Feldgeschworenen\u201c dokumentiert. Aus Poltringen stammt die \u00e4lteste erhaltene Grenzbeschreibung zum Beispiel von 1767 (\u201ePoltringen de\u00df gemeinen Fleckens allda gantzen Gegenden-Bezirks Zw\u00e4ng und B\u00e4nn Beschreibung\u201c), in Entringen ist die \u00e4lteste Version (\u201eWeidlagerb\u00fcchlein &#8211; Entringen Trib und Trab: Zwing- und Bann-Steine\u201c) aus dem Jahre 1716 und von Pf\u00e4ffingen aus 1723 (&#8222;Des Fleckens Pf\u00e4ffingen Waydgangs Bez\u00fcrcks auf Zw\u00e4ng und B\u00e4nn&#8220;). Diese liegen transkribiert und digital vor, f\u00fcr die anderen Ortsteile ist das geplant.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Artikelbild zeigt Zeichnungen historischer Marksteinzeichen aus der Umgebung von T\u00fcbingen von ca. 1680\/90 aus den Kieserschen Ortsansichten (Hauptstaatsarchiv Stuttgart, H 107\/18 Bd 52 Bl. 31).<\/p>\n\n\n\n<p>Kurzdokumentation der bisher eingepflanzten Steine mit Nummerierung nach Einbaudatum (f\u00fcr jeden Stein gibt es zudem ein detailliertes Datenblatt nach <a href=\"https:\/\/2014geek.bplaced.net\/geek\/erfassen-von-kleindenkmalen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">GEEK-Standard<\/a> und eine Fotodoku zum Zeitpunkt der Aufstellung im AGR):<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 1 <\/strong>(&#8222;Abtsstab&#8220; \/ &#8222;<strong>1625<\/strong>&#8222;, gefunden als Einbau in eine Wengertmauer in Entringen, fr\u00fcherer Standort unklar, privat gespendet, bisher \u00e4ltester, bekannter Stein in Ammerbuch) <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 2<\/strong> (Nr. &#8222;43&#8220; \/ Nr. &#8222;56&#8220; \/ &#8222;<strong>1710<\/strong>&#8222;, gefunden in Bachlauf liegend in Poltringen, fr\u00fcherer Standort Gemarkungsgrenze Poltringen zu Oberndorf, privat gespendet)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 3<\/strong> (&#8222;B&#8220; \/ &#8222;R&#8220; \/ &#8222;<strong>1717<\/strong> + Abtsstab&#8220;, lag in zwei Teile zerbrochen im Stra\u00dfengraben zwischen Reusten und Breitenholz N\u00e4he Hardtwald, fr\u00fcherer Standort Gemarkungsgrenze Poltringen (fr\u00fcher auch &#8222;Boldringen&#8220;) zu Reusten, privat repariert und gespendet)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 4<\/strong> (&#8222;Nr. 252&#8220; \/ &#8222;Hirschstange&#8220;, ca. <strong>1820<\/strong>, lag wohl durch Forstmaschinen umgest\u00fcrzt bei Grenze im Wald in N\u00e4he Friedwald Hohenentringen, fr\u00fcherer Standort Grenze Communewald Poltringen zu Staatswald)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 5<\/strong> (&#8222;Nr. 3&#8220; \/ &#8222;Hirschstange&#8220;, ca. <strong>1820<\/strong>, lag wohl durch Forstmaschinen umgest\u00fcrzt bei Grenze im Wald in N\u00e4he Saurucken, fr\u00fcherer Standort Grenze Staatsforstes zum Entringer Forst)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 6<\/strong> (&#8222;<strong>1746<\/strong>&#8222;, &#8222;Abtstab + P + G&#8220; f\u00fcr Pflege G\u00fcltstein des Kloster Hirsau und &#8222;Abtstab + B + HR + N 7 + A&#8220; ggf. f\u00fcr Breitenholz\/Herrschaft Reusten\/Altingen, beim Abbruch einer Scheuer in Altingen entdeckt, Unterteil abgebrochen, privat repariert und gespendet)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 7<\/strong> (&#8222;Abtsstab + P + R&#8220; f\u00fcr Pflege Roseck des Kloster Bebenhausen &#8222;21 + <strong>1804<\/strong>&#8222;, lag im Rathaus Breitenholz, fr\u00fcherer Standort unbekannt, von Ortsverwaltung gespendet)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 8<\/strong> (&#8222;P + 6 + Abtstab&#8220; und &#8222;7 + 1&#8220;, lag in Scheune in Entringen, fr\u00fcherer Standort Gemarkungsgrenze Entringen \/ Reusten \/ Poltringen Bereich &#8222;Rosskonrad&#8220;, Alter unbekannt, privat gespendet)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 9<\/strong> (&#8222;Eber&#8220; f\u00fcr Poltringen, lag an Au\u00dfenwand Kelter Pf\u00e4ffingen, Alter und fr\u00fcherer Standort auf Gemarkungsgrenze Pf\u00e4ffingen zu Poltringen unbekannt, gespendet vom Kelterverein)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 10<\/strong> (&#8222;Adler&#8220;, Nr. &#8222;7&#8220; und Reste &#8222;Abtsstab (?) + Zahl (nicht lesbar)&#8220;, wurde an wechselnden Standorten in der N\u00e4he des urspr\u00fcnglichen Standortes zweimal durch Unf\u00e4lle abgebrochen, Alter unbekannt, fr\u00fcherer Standort auf Gemarkungsgrenze Pf\u00e4ffingen zu Unterjesingen, privat repariert)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 11<\/strong> (&#8222;W + <strong>1809<\/strong>&#8222;, wurde von Baumsturz aus urspr\u00fcnglichem nicht genau bekanntem Standort gerissen -Zeitpunkt unbekannt- und rutschte dann Berg herab, wo er am s\u00fcdlichen Wiesenrand im Sulztal lag, fr\u00fcherer Standort Gemarkungsgrenze Pf\u00e4ffingen zu Wurmlingen)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 12<\/strong> (&#8222;V 4&#8220; + &#8222;V 5&#8220;, lag umgest\u00fctzt seit l\u00e4ngerem im Wald, Distrikt-\/Abteilungsstein aus dem Entringer Bannwald, markierte einst innerhalb des Staatswaldes die Grenze zwischen den Wald-Abteilungen 4 und 5 als Teil des Distrikts V, vermutlich aus dem 19. Jahrhundert)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 13<\/strong> (&#8222;N 28&#8220;, Abtsstab und &#8222;P&#8220; + &#8222;R&#8220; f\u00fcr Pflege Roseck sowie &#8222;Ente&#8220; f\u00fcr Entringen, von ihm gibt es nur noch das obere St\u00fcck, lag auf dem H\u00e4rtlesberg auf der Grenze zwischen Markung Entringen und Markung Pf\u00e4ffingen an Hohlweg zwischen Kurze Steige\/T\u00fcbinger Fu\u00dfweg und Sch\u00f6nbuchspitz, Fu\u00df erg\u00e4nzt, Alter unbekannt)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein  14<\/strong> (&#8222;A&#8220; f\u00fcr Altingen + &#8222;III 02&#8220; und &#8222;Abtsstab&#8220; und dar\u00fcber liegendes breites &#8222;B&#8220; f\u00fcr Bebenhausen, lag in der N\u00e4he des Modellflugplatzes am s\u00fcdwestlichen Rand des Hardtwaldes bei Grenze Reusten zu Altingen, Alter unbekannt)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 15<\/strong> (&#8222;Abtsstab&#8220; f\u00fcr Bebenhausen + &#8222;P&#8220; und &#8222;R&#8220; f\u00fcr Pflege Roseck, &#8222;<strong>1802<\/strong>&#8222;, Standort war unterhalb Schloss Roseck auf Gemarkungsgrenze Pf\u00e4ffingen zu Unterjesingen, wurde durch Sturm &#8222;Wiebke&#8220; 1990 durch Baumsturz in drei Teile zerschmettert, privat repariert)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 16<\/strong> (&#8222;Hirschstange&#8220; f\u00fcr W\u00fcrttemberg, Nr. &#8222;122&#8220; und &#8222;<strong>1835<\/strong>&#8222;, lag seit etwa 20 Jahren umgest\u00fctzt in N\u00e4he Originalstandort im Sch\u00f6nbuch &#8211; Waldabteilung &#8222;Kauserle&#8220; -)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 17<\/strong> (&#8222;Hirschstange&#8220; f\u00fcr W\u00fcrttemberg, &#8222;B&#8220; f\u00fcr Breitenholz, Nr. &#8222;140&#8220; und &#8222;<strong>1824<\/strong>&#8222;, lag umgest\u00fcrzt im Sch\u00f6nbuch an fr\u00fcherer Grenze Breitenholz zu Staatswald am &#8222;Kayher Str\u00e4ssle&#8220;)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 18<\/strong> (&#8222;Hirschstange&#8220; f\u00fcr W\u00fcrttemberg, Nr. &#8222;227&#8220;, Jahr &#8222;<strong>1823<\/strong>&#8222;, lag umgest\u00fcrzt im Sch\u00f6nbuch zwischen Hohenentringen und Schloss Roseck)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 19 <\/strong>(zur &#8222;Hirschstange&#8220; f\u00fcr W\u00fcrttemberg umgearbeiteter &#8222;Abtsstab&#8220; und &#8222;P R&#8220; f\u00fcr Pflege Roseck von Bebenhausen, &#8222;Nr. &#8222;217&#8220; +&#8220;118&#8243; + &#8222;I&#8220; f\u00fcr Iesingen, &#8222;drei Adler&#8220; f\u00fcr G\u00fcltlingen, lag umgest\u00fcrzt im Sch\u00f6nbuch zwischen Hohenentringen und Schloss Roseck, Alter unbekannt, mind. <strong>18. Jhrdt.<\/strong>)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 20<\/strong> (&#8222;Abtsstab&#8220; mit &#8222;P&#8220; und &#8222;R&#8220; f\u00fcr Pflege Roseck und &#8222;9&#8220; sowie &#8222;T&#8220; (ggf. T\u00fcbingen), &#8222;<strong>1779<\/strong>&#8222;, aufgefunden eingebaut in St\u00fctzmauer oberhalb des Martinswegs)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 21<\/strong> (&#8222;Hirschstange&#8220; f\u00fcr W\u00fcrttemberg, Nr. &#8222;102&#8220; und &#8222;E 1 H&#8220; (ggf. Entringen, Nummer und Hagelloch), Alter unbekannt, aufgefunden umgest\u00fcrzt in N\u00e4he von Becklesgarten im Sch\u00f6nbuch)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 22<\/strong> (&#8222;VIII 10.&#8220; und &#8222;VIII 9.&#8220; als Bezeichnung f\u00fcr bestimmte Waldgewanne, Alter unbekannt, aufgefunden umgest\u00fcrzt im Sch\u00f6nbuch am Diebsteigweg)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 23<\/strong> (&#8222;Abtsstab&#8220; und dar\u00fcberliegendes breites &#8222;B&#8220; f\u00fcr Bebenhausen und &#8222;A&#8220; f\u00fcr Altingen und Nummer &#8222;99&#8220;, Alter unbekannt, lag abgebrochen und umgest\u00fcrzt im Hardtwald an Grenze Altingen zu Reusten, privat repariert)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 24<\/strong> (&#8222;Hirschstange&#8220;, Nr. &#8222;18&#8220;, &#8222;<strong>1825<\/strong>&#8220; und &#8222;E&#8220; f\u00fcr Entringen, lag im Sch\u00f6nbuch in N\u00e4he Spielplatz Saurucken an Wiese)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 25<\/strong> (Nummer &#8222;147&#8220;, Alter unbekannt, wohl <strong>19. Jahrhundert<\/strong>, stammt aus Ausgrabung des &#8222;<a title=\"\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Goldring_von_Ammerbuch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Goldrings von Ammerbuch<\/a>&#8220; in Reusten, ist kein Grenzstein, aber Torso eines Grab-Nummerierungs-<a href=\"https:\/\/hf-gen.de\/lagersteine\/\">Lagersteins<\/a> aus dem Abraum des Friedhofs Reusten, direkt dabei weitere Grablagersteine v.l.n.r. mit Nummern &#8222;447&#8220;, &#8222;147&#8220; (s.o.)., &#8222;487&#8220;, &#8222;401&#8220;, &#8222;?44&#8220; und &#8222;485&#8220; fr\u00fcher aus dem Friedhof Entringen)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 26<\/strong> (&#8222;Hirschstange&#8220; f\u00fcr W\u00fcrttemberg und Nr. &#8222;230&#8220;, Alter unbekannt, wohl <strong>19. Jahrhundert<\/strong>, lag umgest\u00fcrzt zwischen Hohenentringen und Schloss Roseck bei der Teufelsklinge, fr\u00fcherer Standort wohl in N\u00e4he auf Grenze Pf\u00e4ffingen zu Unterjesingen)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 27<\/strong> (ohne Inschriften oder Krinne, lag umgest\u00fctzt im Gewann Schopfloch\/Gai\u00dfb\u00fchl, Alter unbekannt, wohl <strong>20. Jahrhundert<\/strong>)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 28<\/strong> (&#8222;Abtsstab&#8220; f\u00fcr Bebenhausen, &#8222;P + R&#8220; f\u00fcr Pflege Roseck, &#8222;N&#8220; f\u00fcr Nummer, &#8222;116&#8220; und &#8222;drei Adler&#8220; f\u00fcr Freiherren von G\u00fcltingen\/Pf\u00e4ffingen, Alter unbekannt, lag in Enzbach unterhalb Schloss Roseck)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 29<\/strong> (&#8222;Hirschstange&#8220;, aus Granit, wohl <strong>um 1960<\/strong>, von Grenze Entringen zu Staatswald, lag hinter k\u00f6niglicher Jagdh\u00fctte)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 30<\/strong> (&#8222;Eber&#8220; und &#8222;Rose&#8220; f\u00fcr Poltringen, Nummer ggf. &#8222;59&#8220;, Alter <strong>16\/17. Jhrdt.<\/strong>, war am Standort im Heidenwald in mindestens sechs Teilen zerbrochen)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 31<\/strong> (&#8222;Hirschstange&#8220; f\u00fcr W\u00fcrttemberg, &#8222;HE&#8220; f\u00fcr Hohenentringen, Nr. &#8222;243&#8220; und &#8222;I&#8220; f\u00fcr Iesingen, lag bei Hohenentringen umgest\u00fctzt im Wald, ca. <strong>1820<\/strong>)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 32<\/strong> (&#8222;N&#8220; f\u00fcr Nummer, &#8222;A&#8220; f\u00fcr Altingen &#8222;101&#8220;, lag im Hardtwald auf Grenze Reusten zu Altingen umgest\u00fcrzt und zerbrochen, Alter unbekannt, privat repariert)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 33<\/strong> (&#8222;Eber&#8220; f\u00fcr Poltringen und &#8222;Ente&#8220; f\u00fcr Entringen, lag umgefahren auf Grenze Poltringen zu Entringen N\u00e4he Entensee, von <strong>1670<\/strong> bzw. 1708)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 34<\/strong> (&#8222;<strong>1835<\/strong>&#8220; und &#8222;CE&#8220; f\u00fcr Commun Entringen, Nr. &#8222;38&#8220; und ein wahrscheinlich zerschossenes Hirschgeweih, lag am nord\u00f6stlichen Rand des Franzosenschlag-Wiesles im Entringer Sch\u00f6nbuch)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 35<\/strong> (&#8222;Hirschstange&#8220; f\u00fcr W\u00fcrttemberg, lag umgekippt am Luderrain im Pfaffenhau, Alter unbekannt)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 36<\/strong> (&#8222;Abtstab&#8220; f\u00fcr Bebenhausen, zur &#8222;Hirschstange&#8220; umgewandelter Abtsstab, sowie &#8222;P&#8220; + &#8222;R&#8220; f\u00fcr Pflege Roseck und &#8222;I&#8220; f\u00fcr Jesingen, &#8222;Nr. 223&#8220; und &#8222;I&#8220;, Wappenschild mit drei Pf\u00e4ffinger\/G\u00fcltlinger &#8222;Adlern&#8220;, lag abgebrochen und umgekippt in der Teufelsklinge, privat repariert, Alter unbekannt)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 37<\/strong> (&#8222;P&#8220; und &#8222;Eber&#8220; f\u00fcr Poltringen, Nummer oder Buchstabe &#8222;\u202603&#8220;, ggf. vordere Zahl \/ Buchstabe durch Ri\u00df zerst\u00f6rt (1703?), Inschrift auf Gegenseite abgebl\u00e4ttert (Wappenschild mit Pf\u00e4ffinger Adler?), Nummer &#8222;91&#8220;, aus privatem Garten geborgen, an urspr\u00fcnglichem Standort im Heidenwald auf Grenze Poltringen zu Pf\u00e4ffingen abgebrochen, privat repariert, Alter unbekannt)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 38<\/strong> (Nr. &#8222;12&#8220;, durch Schaden halbes &#8222;B&#8220; und Nr. &#8222;369&#8220; sowie sch\u00f6n gerundete &#8222;Hirschstange&#8220; f\u00fcr W\u00fcrttemberg, von Grenze Breitenholz zu Altdorf im Sch\u00f6nbuch, derzeit n\u00f6rdlichster Ammerbucher Grenzstein, lag umgest\u00fcrzt im Wald n\u00f6rdlich des Goldersbaches unterhalb Falkenkopf, Alter unbekannt)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stein 39<\/strong> (Walddistrikts-\/Abteilungsstein mit &#8222;X&#8220; auf zwei Seiten und &#8222;9.&#8220; und &#8222;7.&#8220; auf je einer Seite als Nummern der Forstbereiche, lag umgest\u00fcrzt im Wald \u00f6stlich des Dicknewegs, Alter unbekannt)<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich findet sich zwischen den B\u00e4nken ein einfacher kleiner Ackermarkstein als Beispiel, der nicht Gemarkungsgrenzen markierte, sondern einzelne Felder voneinander abgrenzte oder als Zwischengrenzstein bzw. &#8222;L\u00e4ufer&#8220; diente. Ein spezieller moderner &#8222;Markstein&#8220; findet sich nicht weit vom AGR entfernt beim Flugfeld. Als &#8222;<a href=\"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/der-kommmunale-mittelpunkt-von-ammerbuch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">Kommunaler Mittelpunkt<\/a>&#8220; ist er aber eher kein Grenzzeichen, als eine Mitte definierender (Kunst-) Stein.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter den Steinen waren in der Regel sogenannte \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marksteinzeuge\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zeugen<\/a>\u201c versteckt, die sicherstellten, dass die Grenzsteine nicht unbemerkt verr\u00fcckt werden konnten. Dies erfolgte von beiden Angrenzergemeinden, d.h. unter einem Grenzstein lagen meist zwei Zeugen. Grenzstein-Zeugen k\u00f6nnen aus gebranntem Ton, Porzellan, Glas, Beton, Ziegelbruch oder auch ein St\u00fcck Kohle sein. Nur die Unterg\u00e4nger kannten die Art und Beschaffenheit als \u201eZeugengeheimnis\u201c. Wie diese in Ammerbuch aussahen finden Sie <a title=\"\" href=\"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/bilder-der-historischen-ammerbucher-grenzsteinzeugen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>. Auch eine <a href=\"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Landkreis-Tuebingen-Versand.pdf\">\u00dcbersicht<\/a> f\u00fcr den Landkreis T\u00fcbingen gibt es.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitergehende \u00fcbergreifende Informationen zu Kleindenkmalen, Grenzsteinen und Zeugen etc. finden sich hier:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.denkmalpflege-bw.de\/fileadmin\/media\/denkmalpflege-bw\/publikationen_und_service\/01_publikationen\/06_infobroschueren\/01_landesweite_informationen\/Grenzsteine-Erhaltenswerte_Zeugnisse\/Flyer_Grenzsteine.pdfungsboegen-und-broschuere\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Landesdenkmalamt<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/2014geek.bplaced.net\/geek\/aktuelles-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GEEK<\/a> (Gesellschaft zur Erhaltung und Erforschung der Kleindenkmale in Baden-W\u00fcrttemberg e.V.) -&gt; \u00e4hnliche Initiativen wie das Ammerbucher Refugium: <a href=\"https:\/\/2014geek.bplaced.net\/geek\/grenzstein-refugien-in-baden-wuerttemberg\/\">https:\/\/2014geek.bplaced.net\/geek\/grenzstein-refugien-in-baden-wuerttemberg\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Buch &#8222;<a href=\"https:\/\/franz-burger.de\/tuebingen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">Grenzsteinzeugen im Landkreis T\u00fcbingen<\/a>&#8220; von Franz Burger<\/p>\n\n\n\n<p>Buch T\u00fcbinger &#8222;<a href=\"https:\/\/www.eurobuch.de\/buch\/isbn\/3910090168.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">Grenzen und Marksteine<\/a>&#8220; von Hermann Jantzen<\/p>\n\n\n\n<p>Sollten Sie von einem \u201eentwurzelten\u201c interessanten, historischen Grenzstein in Ammerbuch wissen, der f\u00fcr das Grenzstein Refugium in Frage k\u00e4me, k\u00f6nnen Sie sich gerne bei den Projektansprechpartnern melden:<\/p>\n\n\n\n<p>Reinhold Bauer 07073-6956, Boris Dieter 07073-300 769, Markus Hermann 0151-5911 8964 oder heimatgeschichte@hwv-ammerbuch.de<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie erg\u00e4nzende Informationen zum im Fr\u00fchjahr 2022 gegr\u00fcndeten &#8222;Ammerbucher Grenzstein Refugium&#8220; (AGR) und der Infotafel dort. Bei der Anfahrt hilft Google Maps. Grenz-, Bann-, Lachen-, Ziel-, Setz-, oder Marksteine sind historische, amtliche Grenzmarkierungen (hier die Ammerbucher Gemarkungsgrenzen zum&#8230; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/hintergrundinformationen-grenzstein-refugium\/\">Weiterlesen &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":136,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-426","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=426"}],"version-history":[{"count":88,"href":"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/426\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":978,"href":"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/426\/revisions\/978"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/wp-json\/wp\/v2\/media\/136"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}