{"id":1110,"date":"2025-11-29T15:26:40","date_gmt":"2025-11-29T15:26:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/?p=1110"},"modified":"2025-12-01T18:24:10","modified_gmt":"2025-12-01T18:24:10","slug":"ammerbucher-kulturlandschaftselemente-5-ein-alter-weiher-im-rammertaele-bei-entringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.buergerverein-ammerbuch.de\/bv\/ammerbucher-kulturlandschaftselemente-5-ein-alter-weiher-im-rammertaele-bei-entringen\/","title":{"rendered":"Ammerbucher Kulturlandschaftselemente 5 &#8211; Ein alter Weiher im Rammert\u00e4le bei Entringen"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein verschwundener See liegt im T\u00e4lchen direkt unterhalb Schloss Hohenentringen. Vom ehemaligen Weiher ist nur noch ein St\u00fcck des ehemals h\u00f6chstens zwei Meter hohen Erddammes erhalten. Der Weiher war etwa 50 m lang, inmitten der alten Seefl\u00e4che stand bis vor einigen Jahren ein Strommasten. Charakteristisch ist der aufsedimentierte, auffallend ebene und staunasse, ehemalige Seeboden, der in der Talsohle noch gut auszumachen ist. Im Bewuchs zeigen sich noch Feuchtbodenelemente, doch unterschiedet sich die Fl\u00e4che ansonsten kaum mehr vom anderen Talboden. Der Weiher ist offenbar auf keiner historischen Karte und auch in keiner Akte vermerkt. Er wurde wohl schon vor 1680 (fehlt jedenfalls in der Kieserschen Forstkarte des Jahres 1683) wieder aufgelassen, sp\u00e4testens jedoch um 1800. Vielleicht diente er ehemals als kleiner Fischweiher oder Eisweiher. Die schattige und k\u00fchle Lage, die eher geringe Tiefe (maximal wohl um 1,5&nbsp;m) sowie der geringe Wasserzufluss sprechen f\u00fcr einen solchen Eisweiher im Rammert\u00e4le.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem allt\u00e4glichen Gebrauch des K\u00fchlschranks ab den 1950er Jahren wurden in solchen Eisweihern im Winter Eisbl\u00f6cke gestochen und in k\u00fchle Keller eingelagert \u2013 seinerzeit das einzige Hilfsmittel, um im Sommer empfindliche Lebensmittel vor raschem Verderb zu sch\u00fctzen und Getr\u00e4nke zu k\u00fchlen. Fast alle dieser kleinen Eisweiher sind mittlerweile verf\u00fcllt, die fr\u00fcheren Keller zur Lagerung der Eisbl\u00f6cke im Sommer zumeist verfallen. Ein Eiskeller lag einst mitten im Ort, im Hang nahe der alten Kelter. Das Eis f\u00fcr diesen Keller wurde wohl in einem kleinen Weiher direkt am K\u00e4sbach gestochen, wenig n\u00f6rdlich der Kirche, am Ortsrand. Bedienten sich im Rammert\u00e4le vielleicht einst die Bewohner von Hohenentringen?<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings geh\u00f6rt oft zu einer Burg auch ein Burgweiher, wie etwa bei Schloss Roseck (Unterjesingen): hier ist im T\u00e4lchen unterhalb davon, direkt an der Zufahrtsstra\u00dfe, gleichfalls noch ein durchstochener Damm eines gr\u00f6\u00dferen und deutlich tieferen Weihers zu erkennen. M\u00f6glicherweise stand dort die Fischzucht im Vordergrund.<\/p>\n\n\n\n<p>Bildunterschrift: Der durchstochene Damm des ehemaligen Weihers unterhalb Schloss Hohenentringen (\u00a9 Christoph Morrissey)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein verschwundener See liegt im T\u00e4lchen direkt unterhalb Schloss Hohenentringen. Vom ehemaligen Weiher ist nur noch ein St\u00fcck des ehemals h\u00f6chstens zwei Meter hohen Erddammes erhalten. 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