Seit 2018 gibt es ein Projekt der Universität Tübingen in Ammerbuch alle ortsgebundenen Inschriften jeglicher (nicht-urkundlicher) Art von ca. 1200 n. Chr. (oder früher) bis 1806 zu erfassen. Diese sind etwa auf Gebäuden, Glocken, Bildern, Grabsteinen oder Grenzsteinen zu finden.

Die Erfassung erfolgt durch Studierende und wird koordiniert durch das Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften. Bei der Erfassung haben auch viele Ammerbucher Bürgerinnen und Bürger mit Beiträgen und Hinweisen unterstützt.

Die älteste Inschrift, die man bisher in unserer Gemeinde fand, stammt, da man leider bisher z.B. keine römischen oder frühmittelalterlichen Inschriften fand, ist eine Gießerinschrift der Reustener Glocke von 1300, die zuvor Teil des Geläutes der Heilig-Kreuz-Kapelle auf dem Kirchberg war und den vier Evangelisten vom Gießer Hemmo gewidmet ist: „(ANTUS) LVCAS·​MARCVS·​MATHEVS·​IOHANNES·​HEMMO“.

Aktuell gibt es in eine erste Version einer Homepage „Inschriften des digitalen Ammertals“ (Projekt „IDA“), die alle bisher bekannten etwa 200 Inschriften in Ammerbuch mit Objektdaten, Lage, Bildern, ggf. Transkription, Übersetzung und Kommentierung aufführt. Diese kann unter https://digital-humanities.uni-tuebingen.de/ida/ eingesehen werden. Auch die Grenzsteine im neuen Ammerbucher Grenzstein Refugium sind dort dokumentiert. Eine gedruckte Version der Datensammlung ist als Buch in den Universitätsbibliotheken geplant.

Wer Inschriften kennt, die dort noch nicht vorhanden sind, kann diese gerne nennen, um die Inschriftensammlung zu komplettieren. Bitte wenden Sie sich dazu an Dr. Tjark Wegner: tjark.wegner@uni-tuebingen.de oder 07071-29-74 975. Die Sammlung soll 2023 abgeschlossen und präsentiert werden.

Für den Bürgerverein Ammerbuch e.V., B. Dieter